Pour Over: Handgebrühter Kaffeegenuss

Viele Kaffeekenner/innen in Europa haben sich nicht nur aus Umweltschutzgründen von Pads, Kapseln und Vollautomaten verabschiedet. Auch der besonders milde und sehr aromatische Geschmack eines handgefilterten Kaffees überzeugt. Bei uns war Filterkaffee nie aus der Mode: der original Melitta-Porzellanfilter wird seit Gründung der Friesland Porzellanfabrik in den 1950er Jahren hier im Hause hergestellt. Einige nennen ihn Handfilter oder Permanentfilter, denn er kann lebenslang wiederverwendet werden. Die Zubereitung ist denkbar einfach. Durch die kurze Brühzeit beim Handaufguss können Bitterstoffe so gut wie gar nicht im Getränk landen - Aromen haben aber genug Zeit, sich zu entfalten. Damit ist der Kaffee zudem besser verträglich als aus der Maschine. Wir geben Ihnen hier eine kleine Anleitung an die Hand.

Ganz einfach:

  • Frisches Wasser zum Kochen bringen.
  • Filterpapiertüte in den Handfilter einsetzen.
  • Gewünschte Menge Kaffeemehl in den Filter geben.
  • Filter auf Kanne oder Becher aufsetzen.
  • Heißes, nicht mehr kochendes Wasser darüber gießen.
  • Durchlaufen lassen oder weiteren Aufguss direkt anschließen.
  • Genießen.

 

Dazu noch einige Tipps, wie Ihnen der Pour Over gut gelingt:

Menge: Beim Handaufguss rechnet man einen Löffel Kaffeemehl pro Tasse (circa 6 g) und einen Löffel extra „für die Kanne“. Für einen großen Becher empfehlen sich zum Beispiel 3-4 TL Kaffeepulver in den Filter zu geben.

Wasser: Nie sprudelnd kochendes Wasser auf Kaffeemehl geben. Am besten kurz warten, bis das Wasser nicht mehr siedet. Kochendes Wasser verbrennt sonst die Kaffeemehlteilchen, was dem Aroma schadet. 

Anquellen: Das Kaffeemehl mit einem kleinen „Schluck“ Wasser benetzen, damit es vorquellen kann. Einige Sekunden reichen aus.

Aufgießen: Schließlich in einem Schwall mit kreisenden Bewegungen den Kaffeefilter bis zum Rand mit Wasser füllen und durchlaufen lassen. Gegebenenfalls ein zweites Mal wiederholen, sobald der erste Schwall durchgelaufen ist - das Pulver aber nie zwischendurch kalt werden lassen, sondern immer rechtzeitig nachgießen.

Filterpapier: Für einige ist es wichtig, andere sind da bequemer und wollen einfachen und schnellen Kaffee. Experten raten dazu, das Filterpapier entlang der Naht zu falten. Dann wird es in den trockenen Porzellanfilter gestellt und -noch ohne Kaffeepulver darin- mit gekochtem Wasser übergossen. So sollen Papierreste und Papiergeschmack entfernt werden. Danach wie gewohnt den Kaffee aufbrühen.

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